Die Wellenfeder wird aus einem flachen Metalldraht geformt, welcher in ein wellenförmiges, mehrwindiges Gerüst ausgewalzt wird. Diese besondere Anordnung ermöglicht den Einsatz der Feder in Anwendungen, bei denen geringe Bauhöhen erforderlich sind, da nur ca. 50% der axialen Höhe einer gewöhnlichen Runddrahtfeder benötigt werden.
Außerdem kann das Ersetzen einer gewöhnlichen Runddrahtfeder durch eine Flachdraht-Wellenfeder im selben Gehäuse zu verbesserter Produktleistung führen, da der vorhandene Platz effizienter genutzt werden kann. Durch die Nutzung der platzsparenden Eigenschaften kann die Federkonstante deutlich reduziert werden, was zu einer flachen Federkennlinie führt, wenn die Feder in mehr als einer Arbeitshöhe eingesetzt wird.
Grundsätzlich sind Wellenfedern dort sinnvoll, wo nur wenig Platz zur Verfügung steht, aber eine große mechanische Arbeitsleistung erbracht werden muss. In der Regel müssen Wellenfedern kompakt sein, doch aufgrund der enormen Vielfalt an verfügbaren Materialquerschnitten können sie für jede beliebige radiale oder axiale Anforderung gefertigt werden. Da diese Federn in Durchmessern von nur 5 mm bis zu über 2.000 mm hergestellt werden können, ist das Spektrum der Anwendungsbereiche, für die sie geeignet sind, immens. In Verbindung mit einer Materialauswahl, die Standard-Kohlenstofffederstahl, eine Vielzahl von Edelstählen und exotische Legierungen wie Inconel und Elgiloy umfasst, finden Wellfedern in so unterschiedlichen Anwendungsbereichen wie Weltraumsatelliten und Tiefseebohrungen Verwendung.
Der Herstellungsprozess besteht im Wesentlichen darin, Flachdraht über die Kante zu wickeln, wobei der genaue Durchmesser, die Anzahl der „Wellen“ und die Anzahl der Windungen eingehalten werden. Der Draht wird durch das Abflachen eines Runddrahtes nach präzisen Vorgaben hergestellt, sodass das Kantenprofil frei von scharfen Kanten oder Graten ist. Da die fertige Feder aus einem einzigen Drahtstrang besteht, kann sie in engen radialen Hohlräumen eingesetzt werden, ohne dass bei der Kompression auf die Arbeitshöhe ein Verklemmen zu befürchten ist.
Ein weiterer wichtiger Faktor ist, dass die nach der Fertigung keine Wärmebehandlung erforderlich ist. Im Gegensatz zu gestanzten Produkten, die aus geglühtem Material gefertigt werden müssen, sind alle Federprodukte von Smalley kaltgewalzt und erfordern nach de Fertigung lediglich eine Spannungsentladung. Dadurch wird sichergestellt, dass die Federkraft bei einer vorgegebenen Arbeitshöhe besser kontrolliert werden kann, sodass Konstrukteure darauf vertrauen können, dass die Funktionalität der Feder in der Endbaugruppe stets ihren Anforderungen entspricht.
Da keine Werkzeuge erforderlich sind, lassen sich Prototypen und kundenspezifische Konfigurationen schnell und kostengünstig herstellen und bei Bedarf neu entwerfen und nachfertigen, ohne dass dabei Kompromisse beim endgültigen Produktdesign eingegangen werden müssen.
Durch die Anwendung derselben Fertigungsmethode ist AFC in der Lage, eine Vielzahl alternativer Produkte aus gewalztem Flachdraht anzubieten, darunter die Spirolox-Sicherungsringe einer führenden Marke. Diese Produkte dienen als Ersatz für herkömmliche, gestanzte Sicherungsringe. Sie weisen keine „Laschen“ oder Vorsprünge auf, die die zusammenpassenden Bauteile bei der Montage behindern könnten, und bieten eine durchgehende 360°-Sicherungsfläche.
Die Produktreihen sind so konzipiert, dass sie mit den gängigen imperialen und metrischen Innen- und Außennutkonfigurationen sowie mit den Spezifikationen der Luft- und Raumfahrt kompatibel sind, und ermöglichen eine große Anzahl an Standardlösungen. Da durch das Wickelverfahren ein Sicherungsring ohne Werkzeugkosten und ohne Ausschuss entsteht, lassen sich die Spirolox-Produkte zudem wirtschaftlich für Prototypen, Großserien und Designänderungen während der Produktion in einer Vielzahl von Materialien und Querschnitten herstellen.